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Partnerschaft

Kann ich? Darf ich? Muss ich? Soll ich?

Die Suche nach einer geeigneten Ausbildungsstelle ist vorbei. Der Ausbildungsvertrag ist unterschrieben und dein erster Ausbildungstag rückt in greifbare Nähe.

 

Wir haben einige Dinge für dich zusammengetragen, die du, insbesondere in der Anfangszeit, beachten solltest, damit ein guter Start gelingt.

 

Denn Achtung! Jede Ausbildung beginnt mit einer Probezeit. Diese dauert zwischen einem und vier Monaten. In dieser Zeit kann dich der Ausbildungsbetrieb jederzeit ohne Grund schriftlich kündigen. Natürlich gilt dieses Recht auch für dich, wenn du merkst, dass die Ausbildung doch nicht das Richtige für dich ist.

 

Viele der genannten Punkte sind aber auch für die gesamte Ausbildungszeit wichtig und werden sich auch in deiner Arbeit nach Ende der Ausbildung nicht ändern. Je früher du diese also verinnerlichst, umso besser.

Prioritäten setzen

Deine erste Priorität sollte selbstverständlich sein, das Ausbildungsziel zu erreichen, das heißt, die Ausbildung zu bestehen. Dein Ausbilder bzw. dein Ausbildungsbetrieb sollte dabei auch alles tun, um dich dabei bestmöglich zu unterstützen und dir das beibringen, was du dafür brauchst. Zu den Ausbildungsberufen gibt es auch eine sogenannte Ausbildungsordnung. In dieser ist festgehalten, was du in deiner Ausbildungszeit mindestens lernen solltest.

Krankmeldungen

Wenn du krank bist und nicht zur Arbeit gehen kannst, melde dich unverzüglich bei deinem Ausbildungsbetrieb krank. Wenn du am Tag, an dem du krank bist, Berufsschule hast, solltest du auch dort Bescheid sagen. Du musst dabei nicht sagen, was für eine Krankheit du hast. Informiere dich aber am besten direkt zu Beginn der Ausbildung, ob du direkt ab dem ersten Tag eine Krankmeldung von deinem Arzt brauchst, oder ob es in deinem Ausbildungsbetrieb eine andere Regelung gibt.

Professionell bleiben

Schlechte Laune haben, sei es aufgrund einer schief gelaufenen Klassenarbeit in der Berufsschule, oder wegen privater Probleme ist erlaubt – dennoch solltest du weiterhin gut in deiner Ausbildung arbeiten.

Anweisungen befolgen

Du solltest den Anweisungen deines Vorgesetzten folgen und Aufgaben, die man dir gibt, nach Möglichkeit ausführen. Natürlich sollten diese sich im Rahmen deiner Ausbildung bewegen. Wenn du das Gefühl hast, die Tätigkeit die du machen sollst, hat nichts mit deiner Ausbildung zu tun, trau dich Rückfragen zu stellen, um den Zusammenhang mit deiner Ausbildung zu verstehen.

Ausbildungsnachweise

Während einer Ausbildungszeit musst du Ausbildungsnachweise schreiben; das sogenannte Berichtsheft. Das kann man so ein bisschen sehen wie eine Art Tagebuch, in der man kurze Berichte zu festen Zeiträumen schreibt und berichtet was man gemacht und gelernt hat. Mach dir also am besten am Ende des Tages immer ein paar Notizen dazu, was du gemacht hast, damit du dich noch erinnern kannst, wenn du deinen Bericht schreibst.

Achte darauf, dass die Ausbildungsnachweise lückenlos sind. Du brauchst sie am Ende der Ausbildung für die Zulassung zur Prüfung. Du musst deine Ausbildungsnachweise auch regelmäßig deinem Ausbilder zeigen, der diese unterschreiben muss.

Frag nach!

Scheue dich generell nicht davor, Rückfragen zu stellen. Zum einen zeigt es dein Interesse an der Ausbildung und dem Betrieb und schützt dich zum anderen auch davor, Fehler zu machen. Gute Ansprechpartner was den Ablauf der Ausbildung etc. angeht können z.B. die Auszubildenden aus früheren Jahrgängen sein. 

Fehler eingestehen

Klar ist es einem im ersten Moment unangenehm, wenn man einen Fehler gemacht hat. Trau dich aber dennoch dazu zu stehen, denn aus Fehlern lernt man. Nur so kannst du herausfinden, was falsch gelaufen ist und es beim nächsten Mal besser machen.

Pünktlichkeit

Natürlich solltest du pünktlich zum Arbeitsbeginn bei deinem Arbeitgeber sein und auch bis zum offiziellen Arbeitsende dort sein. Wenn du dich verspätest, z.B. weil der Bus nicht kommt oder der Zug Verspätung hat, informiere deinen Arbeitgeber. Gleiches gilt auch, wenn du z.B. wegen eines Arzttermins früher gehen musst. Du solltest aber versuchen, Arzttermine außerhalb deiner Arbeitszeit zu legen.

Umgang miteinander

Höflichkeit und Freundlichkeit sollten eigentlich immer zum guten Ton gehören. Aber gerade beim Einstieg in die Ausbildung und als neues Mitglied eines schon bestehenden Teams sind diese Faktoren umso wichtiger. Wie im Privatleben auch werden dir auch im beruflichen Umfeld hin und wieder Menschen begegnen, bei denen der „Vibe“ einfach nicht so stimmt, dennoch sollte ein respektvoller Umgang gewahrt werden – denn man ist ja immer noch auf der Arbeit und die sollte im Vordergrund stehen.

Schreib dir Dinge auf!

Mach dir Notizen! Man kann sich unmöglich alle Informationen merken, die zum Beginn der Ausbildung auf einen einprasseln. Schreibe dir Dinge oder Abläufe, an die du regelmäßig denken musst, zu Beginn auf.

Sicherheitsregeln beachten

Du musst dich selbstverständlich auch an die Sicherheitsregeln im Unternehmen halten. Spätestens zum Beginn deiner Ausbildung solltest du eine Einführung dazu bekommen, welche Vorschriften es in einem Ausbildungsbetrieb gibt.

Such dir Unterstützung

Stehe dazu, wenn du weitere Unterstützung brauchst.

Aller Anfang ist schwer und die Mitarbeiter im Betrieb wissen, dass du als Azubi noch nicht alles können kannst und helfen dir gerne weiter. Wichtig dafür ist aber, dass du ehrlich und offen kommunizierst, welche Unterstützung du brauchst bzw. welche Fragen du hast.

Falls dir die Unterstützung in deinem Ausbildungsbetrieb nicht ausreicht und du z.B. auch Unterstützung beim Schulstoff der Berufsschule benötigst, wende dich gerne an die Jugendberufsagentur – gerne zeigen wir dir, welche zusätzlichen Unterstützungsmöglichkeiten es geben kann.

Datenschutz

In vielen Branchen und Unternehmen, gibt es Betriebsgeheimnisse – z.B. was bestimmte Vorgehensweisen im Betriebsauflauf oder in der Zusammensetzung von Produkten angeht. Alles was du hier während deiner Ausbildung siehst und hörst, solltest du natürlich nicht weitergeben. Wenn du dir unsicher bist, was du sagen kannst und was nicht – sprich mit deinem Ausbilder.

Gleiches gilt auch für den Datenschutz, wenn du also z.B. eine Ausbildung in einer Arztpraxis machst, solltest nicht über die Patienten sprechen.

Jugendarbeitsschutzgesetz

Wenn du noch unter 18 Jahre alt bist, solltest du unbedingt darauf achten, dass in deiner Ausbildung das Jugendarbeitsschutzgesetz eingehalten wird.

Einige Dinge die darin geregelt sind haben wir HIER für dich zusammengefasst. 

Weitere Links zum Thema:

  • Assistierte Ausbildung - Nachhilfeunterricht und mehr... 

https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/assistierte-ausbildung-asa

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